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Designtage Lübeck

Holzoberflächenbearbeitung und Pflege

Holz ist ein poriges gewachsenes Material, das immer wieder bearbeitbar ist. Man kann es sägen, hobeln, bohren, schleifen und bügeln. Ein fertiges Möbel erhält einen Oberflächenschutz vorzugsweise aus Öl, Wachs oder Ölwachs.  Auch eine Verarbeitung mit Einlassgrund oder auf der Oberfläche aufgetragenem Lack ist möglich.

Der Oberflächenschutz, der durch den Laien am einfachsten zu bearbeiten und wieder herzustellen ist, ist eine geölte Oberfläche. Das Holz bleibt atmungsaktiv, kann Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben und ist durch das in den Poren vorhandene diffusionsfähige Öl trotzdem geschützt. In der Praxis bedeutet das, dass man Druckstellen z. B. aus seinen Möbeln herausbügeln kann. Man legt einfach ein feuchtes Baumwolltuch auf die Delle und setzt das auf Baumwolle oder Leinen eingestellte Bügeleisen (Stufe 3) für einige Sekunden darauf. Der entstehende Dampf füllt die zusammengedrückten Poren und bringt sie in ihre ursprüngliche Form zurück. Anschließend ölt man das Möbel leicht ein und der Schaden ist behoben.

Da in den Möbelpflegeölen neben Leinölfirnis und Zitronenschalenöl auch Standöle wie z. B. Karnaubauwachs und Kolophonium eingearbeitet werden, ist das Öl in der Lage, in den Poren „anzudocken“ und so ein Eindringen von z.B. Rotwein zu verhindern. Dazu gehört aber, das Möbel regelmäßig zu ölen, um diese Eigenschaft zu erhalten. Auch eine Fleckbehandlung ist bei geölten Möbeln einfach durchzuführen. Schuhcreme-, Filzschreiber- und Kugelschreiberspuren lassen sich mit einem ölhaltigen Schleifpad wegschleifen. Aber auch hartnäckigere Flecken wie Rotwein oder Tinte lassen sich mit einem speziellen Holzintensivreiniger beseitigen. Nach Beendigung der Arbeiten mit Öl und Tüchern ist es wichtig, die öligen Tücher in einer luftdicht zu verschließenden Dose aufzubewahren, da sie durch ihre große Oberfläche zur Selbstentzündung neigen.

Durch eine Oberflächenbehandlung mit Wachs oder Lack entsteht eine Schicht, die vor Bearbeitung eines Schadens erst abgezogen werden muss, um an das Holz heranzukommen. Das ist aufwendiger und erfordert meistens die fachkundige Hand eines Tischlers.

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